Mongolischer Start: Meine allerersten Km Sand und Schotter ODER Willkommen in Pech, Pleite und Pannen!

Mongolischer Start: Meine allerersten Km Sand und Schotter ODER Willkommen in Pech, Pleite und Pannen!

Nach weniger als 300 Km Asphalt begrüßt mich mein erstes Problem mit einem heftigen Schlag:

Bei 100 Km/h fliege ich fast auf die Nase, als mein Hinterrad plötzliche mit einem Schlag einen Satz zur Seite macht. 100 Meter Schlingern, zum Glück ohne Sturz. Erschrocken steige ich ab. ‚Was zur Hölle war das?‘ frage ich mich, als ich die Miesere schon sehe: Die Mutter der Hinterachse inclusive Distanzstück haben sich gelöst und sind…WEG! Die Achse steht 10 cm raus. Ich starre das Ergebnis des Schlags fassungslos an. ‚Himmel, das hätte böse enden können!‘

An dieser Stelle frage ich mich zum 1. vieler folgender Male ob ich das Schicksal irgendwie grandios verärgert habe oder mich dagegen auflehne. ‚So viel Pech in so kurzer Zeit?‘

Eine Gruppe junger Männer hält an und ich soll hier in mongolischer Wüste, im Nirgendwo, weit weg von jeglicher Zivilisation ein kleines Wunder erleben: Einer der Herren fährt mit Michael im Schlepptau davon un kehrt 10 Minuten später doch tatsächlich mit einer Mutter für meine Achse (Man beachte einer Mutter für meine Achse. Spezialgewinde) auf! Aus diversen Unterlegscheiben zaubern die Mongolischen Herren ein neues Distanzstück und weiter geht die lustige Fahrt. Noch ein paar Kilometer Asphalt…dann geht’s ans Eingemachte. Meine allerersten Kilometer Sand und Schotter!

100 Kilometer Sand und Schotter später hat Fridolin schon 2 mal auf der Nase gelegen und mein Alu Träger ist hin (Thomas, tut mir leid ich hätte beim Bau auf Dich hören sollen!).

Falls Ihr mit Bild und Ton live dabei sein wollt wie das aussah:

Der Start war noch ganz passabel! Schaut hier.

Und dann hab ich mich mit meinem ganz persönlichen Endgegner Sand angelegt. Hier entlang. Und bitte überhört das Fluchen…

Laut einvernehmlicher Meinung aller Reisenden die ich bisher getroffen habe war der Bruch meines Gepäckträgers absehbar.
In der nächsten Werkstatt bekomme ich das gleiche Gestell aus Stahlresten nachgebaut. ‚DAS ding ist jetzt stabil…und wiegt sicher 8 Kilo!‚ Denke ich. Die Halteplatte besteht aus einem Tisch, den mir der liebenswürdige Jörg schon in Ulaanbataar gegeben hat.

Bild neuer Rahmen Mongolei

 

2 thoughts on “Mongolischer Start: Meine allerersten Km Sand und Schotter ODER Willkommen in Pech, Pleite und Pannen!

  1. Christian Milerski

    Finde Deine Tour ist echt der Wahnsinn. Das ganze mache ich auch irgendwann noch!
    Wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    Gruß
    Christian / sir lonn

    1. Cate

      Danke lieber Christian, ich sage nur machen machen machen!

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